Islamische Theologie, Religionssoziologie und Interreligiöser Dialog
Prof. Dr. Ayhan Tekines ist Islamtheologe und Religionssoziologe mit langjähriger akademischer
und institutioneller Erfahrung in der Türkei, Albanien und Mitteleuropa. Seine wissenschaftliche
Spezialisierung liegt in den Bereichen Hadith, Kalām, europäische Islamtheologie sowie
interreligiöse Dialog- und Friedensforschung.
Nach seiner akademischen Ausbildung und Promotion im Bereich der Islamischen Geschichte war
er über viele Jahre an der Universität Sakarya (Türkei) tätig, zunächst als wissenschaftlicher
Assistent, später als Associate Professor. Zwischen 2011 und 2017 übernahm er an der Hëna e Plotë
Bedër Universität in Tirana (Albanien) leitende Funktionen, darunter Vizerektor, Dekan der Fakultät
für Geisteswissenschaften sowie Leiter der Abteilung für Islamische Theologie. In dieser Funktion
war er maßgeblich am institutionellen Aufbau islamisch-theologischer Studienprogramme beteiligt.
Seine wissenschaftliche Arbeit verbindet islamisch-theologische Grundlagenforschung mit
empirischer Religionsforschung in Südosteuropa. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf
interreligiösen Dialogprozessen in religiös pluralen Gesellschaften sowie auf friedensorientierter
Konfliktbearbeitung unter Einbeziehung religiöser Akteure.
2022 gründete er das Wiener Institut für Dialog und Frieden (WIDF), das praxisorientierte
Dialogprogramme mit wissenschaftlicher Forschung verbindet. Er ist Mitgründer des 2023 ins Leben gerufenen Instituts für Wissenschaft und Weisheit gGmbH in Frankfurt am Main, das Forschungs- und Bildungsprojekte im Spannungsfeld von Religion, Gesellschaft und Dialog fördert.
Forschungsschwerpunkte
• Islamische Theologie im europäischen Kontext
• Hadith- und Kalām-Forschung
• Empirische Religionsforschung in Südosteuropa
• Interreligiöse Dialog- und Pluralitätskompetenz
• Religionsbezogene Friedens- und Konfliktforschung
• Multidisziplinäre Koranexegese
Im Wissenschaftlichen Beirat unterstützt Prof. Dr. Tekines die strategische Entwicklung
akademischer Programme sowie den institutionellen Aufbau hochschulbezogener Strukturen.